Todesschön

Nibelungen J 02 gemeinfrei

Nibelungenhandschrift J
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz

Leo hatte schon von Beda Weber gehört. „Das war ein Mönch aus dem Kloster Marienberg, glaube ich. Jedenfalls hat er eine Nibelungenhandschrift gefunden, eine echte! Oder hat er sie einem Bauern abgekauft? Das weiß ich nicht mehr so genau, aber das können wir ja nachlesen.“ Jassie packte ihre Freundin an der Hand.
„Eine Nibelungenhandschrift? Ist das etwas wert? Ich kenne nur die Geschichte mit dem Schatz im Rhein, nach dem ein paar Verrückte heute noch suchen! Neulich kam eine Dokumentation im Fernsehen darüber.“ Sie runzelte die Stirn und überlegte. „Aber du hast mir doch erst vor ein paar Tagen erzählt, dass in deinen Träumen ständig die Nibelungen vorkommen, Leo! Da ist doch ein Zusammenhang, das ist doch sonnenklar.“
„Ständig nicht gerade, aber oft. Du denkst also, dass es um die Nibelungen geht.“
Leo starrte auf die Papiere. Sie war mit einem Mal blass geworden. Vor ihrem inneren Auge stand Hagen mit einem Schild voll glänzendem Gold am Wasser....

Angela Dopfer-Werner, “Todesschön”

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